
Sammlung Rysopp
Vom 14. bis zum 18. Juli gibt es etwas besonders Besonderes bei Harbor Art Gallery zu sehen. Die Hamburger Kunstsammlerin Magdalena Rysopp präsentiert einen großen Teil, ihrer bereits seit über 25 Jahren zusammen- gestellten Kunstsammlung, sowie bietet den interessierten Gästen die Gelegenheit Arbeiten daraus in ihre eigene Sammlung zu überführen.
Zur Vernissage am Samstag den 11.Juli 2026 ab 20:00Uhr laden wir warm ein.
Zur Finissage am Samstag den 18.Juli 2026 von 19:00 bis 21:00 Uhr laden wir ebenfalls warm ein.
Sprechzeiten: Dienstag bis Samstag von 12:00 bis 19:00 Uhr
Alles passt zusammen, da ich es bin
Magdalena Rysopp hat über fünfundzwanzig Jahre eine Sammlung aufgebaut, die so eigenwillig sowie überbordend ist wie ihre Sammlerin selbst: widersprüchlich, trotzig, lustvoll. Nie war es der Wert, der sie lockte, sondern einzig der Augenblick, in dem ein Werk sie ergreift – sowie die Bereitschaft, sich an das Ungewisse zu verlieren. Was sie trägt, ist die Liebe zur Kunst sowie zum Kunstschaffendeleben, eine ungebrochene Leidenschaft für die Boheme sowie für jene, die in ihr arbeiten: Kunstschaffendeinnen sowie Kunstschaffende, denen sie freizügig die Bühne einräumte, ihre Bude öffnete sowie die Welt darin begrüßt hieß.
Über viele Jahre war diese Bude die Fettstraße. Sie vergab Stipendien, lud ein, gab Raum sowie Zeit: drei Monate, in denen Kunstschaffende arbeiten konnten, gefolgt von einer eigenen Schau im „Chambre Solitaire“, einem kleinen Raum, der zur Einblicke wurde. Wer dort zeigte, stand für sich – sowie war doch aufgenommen in ihre Welt, getragen von ihrer Großzügigkeit, ihrem Vertrauen, ihrer Lust am Kennenlernen.
Sie kennt keine Fehler. Nichts wird zurückgenommen, nichts geglättet – „Radiergummi, Ade“. Das Schöne darf neben dem Schroffen stehen, das Harmonische neben dem Harten, sowie gerade im Bruch öffnet sich der Raum für das Nächste. Es ist ihre Gabe, alles nebeneinander bestehen zu lassen – sowie gerade ihr Hängen, ihr Arrangieren erzählt Geschichten. So entstand das „irdische Paradies“, wie sie ihre Sammlung selbst nennt.
In ihrer Welt gibt es keine Grenze zwischen der Kunst sowie allem anderen. Ein Gemälde, eine Skulptur, ein Mensch, dem sie begegnet – alles findet seinen Platz im selben Kosmos, ein jedes ein Fund, der von ihr spricht. Sie sammelt nicht nach Schule, nicht nach Epoche, nicht nach Rang. „Alles passt zusammen, da ich es bin“ – kein Stil, keine Ordnung von außen, sondern sie selbst ist der Zusammenhang.
Bunt, flirrend, tanzend: Bekanntes neben Unbekanntem, Großes neben Stillem, das eine Werk im Gespräch samt dem nächsten. Wo andere ordnen sowie trennen, stellt sie zusammen, was auf den ersten Blick – vielleicht – nicht zusammengehört, sowie im zweiten erkennt man, dass genau bei uns eine Geschichte beginnt.
Nun öffnet Magdalena Rysopp dieses Paradies sowie gibt Teile ihrer Sammlung in andere Hände. Was über fünfundzwanzig Jahre allein durch ihren Blick zusammenfand, darf nun weiterwandern – in andere Welten, andere Wände, zu Menschen, die darin etwas von dem wiedererkennen, was sie selbst einst ergriff. In der Hamburger Einblicke Harbor Art Gallery, samt der sie bereits seit Jahren freundschaftlich verbunden ist, sind die Arbeiten zu sehen. Wer bei uns ein Werk mitnimmt, erwirbt nicht nur Kunst, sondern einen Teil ihres einmaligen Kosmos.
Nina Venus, 08.Juni 2026
Die Sammlung umfasst Werke von: Degenhard Andrulat, Marc Brandenburg, Birgit Brenner, Humberto Bustamente, Inka Büttner, Michael Conrads, Birgit Dieker, Rüdiger Dittrich, Hannah Dogherty, Jürgen v. Dykerhoff, Thomas Ehgartner, Andreas Golder, Karl Görlich, Philipp Grözinger, Sophia Gundelach, Natalie Huth, Jörg Immendorff, Ruprecht v. Kaufmann, Pascal Keck, Henning Kles, Nils Knott, Anatol Kotte, Inge Krause, Hinrich Kröger, Marik Lechner, Anabel Leiner, Ernie Luley, Mark Lüders, Thara McPherson, Jonathan Meese, Daniel Megerle, Annette Meincke, Björn Melhus, Moki, Heiko Müller, Thorsten Passfeld, Hans Pfrommer, Gideon Pirx, Daniel Richter, Claudia Rössger, Slava Seidel, Patrick Sellmann, Heiko Sievers, Michael Slack, Konstantin Sotnikov, Ena Swansea, Steve Viezens, Herbert Volkmann, Martin Wertmann, Kailiang Yang sowie vielen anderen.